Dämmung hält warm
Eine gute Wärmedämmung ist das A und O beim Energiesparen. Bei schlechter Dämmung verpufft die teure Heizenergie einfach. Deutlich wird der Einfluss von Wärmedämmung auf die Energiebilanz beim Vergleich des Energieverbrauchs verschieden gut gedämmter Einfamilienhäuser.
3.700 Liter Heizöl verbraucht ein 100 m2 großes ungedämmtes Einfamilienhaus von 1960 im Durchschnitt. Bei einem nach der Wärmeschutzverordnung von 1982/84 gebauten Haus sind es noch etwa 1.500 Liter. Ein nach der Wärmeschutzverordnung von 1995 erbautes Gebäude wiederum verbraucht etwa 1.000 Liter. Mit 500 - 700 Litern im Jahr schließlich begnügt sich ein nach dem aktuellen Stand der Technik errichtetes Niedrigenergiehaus - das sind rund ein Sechstel des Energieverbrauches eines 60er-Jahre-Hauses. (Quelle: Katalyse Umweltdatenbank - August 2007 )
Darüber hinaus lässt sich bei einer guten Dämmung auch bei der Raumtemperatur sparen. Braucht man bei schlechter Dämmung 23 Grad zum Wohlfühlen, so reichen bei einem umfangreich gedämmten Niedrigenergiehaus 21. Mit guter Dämmung kann man in diesem Fall also den Energieverbrauch um rund 10% aufgrund der niedrigeren Raumtemperatur senken.
Dach, Außenwände und Fenster sind die Übeltäter
Über Dach, Außenwände und Fenster entweicht die Wärme aus Häusern. Doch gegen alle drei Schwachstellen lässt sich etwas unternehmen, um effektiv Kosten und Energie zu sparen.
Warme Luft steigt immer nach oben und sammelt sich also unter Decken und Dach. Daher verwundert es nicht, dass bei einem schlecht abgedichteten Dach die Wärme genau dort entschlüpft. Eine nachträgliche Sanierungen ist aus diesem Grund sich trotz des erheblichen Aufwandes oft lohnenswert.
Außenwände
Die Außenwand eines Hauses ist starken Temperaturschwankungen und Witterungseinflüssen ausgesetzt. Das kann zu Abnutzungen der Fassade und einem unansehnlichen Äußeren führen. Wenn dann der Putz erneuert werden muss oder größere Renovierungsarbeiten anstehen, vielleicht sogar eine Fenstererneuerung geplant ist, lohnt es sich, über eine Dämmung nachzudenken. Denn über ungedämmte Wände kann ein Haus sehr viel Wärme verlieren. Putz und Farbe allein genügen nicht, um die Energieverluste nachhaltig zu senken.
Achtung: Nischen, in denen Heizkörper untergebracht sind, sollten besonders gut gedämmt werden, damit die Heizungswärme nicht gleicht verloren geht. Doch das Gegenteil ist häufig der Fall, die Wände in heizungsnischen sind häufig besonders dünnwandig. Daher sollten Sie - wenn es der Abstand zwischen Wand und Heizkörper erlaubt - Dämm-Material anbringen. Dadurch verbleibt mehr Wärme im Raum. Besonders leicht zu handhaben sind alubeschichtete Dämmmatten: Sie sind problemlos zu montieren und strahlen die wertvolle Wärme in den Raum zurück.
Erdgeschossböden und Kellerdecken
Eine Energie sparende Dämmung ist auch für Erdgeschossböden und Keller empfehlenswert. Durch die Dämmung der Kellerdecke bleibt auch der Erdgeschossfußboden länger warm. Soll der Keller ebenfalls beheizt werden, muss er natürlich auch gedämmt werden, um Energieverlust zu vermeiden.
Fenster
Je nach Bauklasse und Fensterausstattung kann der Anteil der Fenster am gesamten Energieverbrauch bis zu 27 Prozent betragen. Doch eine Sanierung durch den Austausch von Fenstern ist kostspielig, aufwändig und erfordert ein fundiertes Sanierungskonzept. Sie bietet sich vor allem an, wenn ohnehin Arbeiten an der Fassade anstehen.
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